Castelli AeroGloves im Test

Mehr Griff und besser Komfort – zwei Faktoren, die die Suche nach neuen Radhandschuhen immer begleiteten und bestimmen. Von 8 bis 59,- Euro gibt es ein riesiges Angebot. Wir haben die AeroGloves von Castelli bestellt und getestet. Was sie können und alles über die Verarbeitung der Radhandschuhe von Castelli findet Ihr in diesem Test.

Castelli AeroGloves Radhandschuhe im Test

Die Auswahl an Radhandschuhen im Fachhandel und Internet ist sehr groß und die Preise entsprechend weit gefächert. Von knapp 8 Euro bis 59,- Euro ist so ziemlich alles dabei, was man sich vorstellen kann.

Die aktuellen Trainingsstrecken mit dem RedBull Trainings-Roadbike und das neue Lenkerband aus Leder führte zu der Erkenntnis, es mal mit ungepolsterten Handschuhen zu probieren. Dabei viel die Wahl dann auf die erwähnten Castelli AeroGloves bei einem Onlinehändler. Die UVP liegt bei 34,95€. Also das mittlere Preissegment.

Sofort fiel die Optik ins Auge. Das Design ist vom Team Garmin-Barracuda und passt a) hervorragend zum Garmin auf dem RedBull und b) noch besser zum weissen Lenkerband aus Leder  – respektive der Rahmenfarbe. Bei mir optisch schon mal ein Lieblingsfarben-Pluspunkt. Der Rest an Sponsornamen stört nicht weiter.

Castelli-AeroGloves1 in Castelli AeroGloves im Test
Castelli Garmin AeroGloves

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Oberseite Castelli AeroGloves
Materialtechnisch baut Castelli diese Handschuhe mit 45% Synthetik-Leder, 40% Polyester, 11% Elasthan und 4% Nylon.Laut Beschreibung kommen diese Handschuhe noch mit den Features:» Antirutsch-Handfläche leicht gepolstert für angenehmen Griff
» Perforationen zur Belüftung
» leichtes Abziehen durch Laschen zwischen den FingernDie Handschuhe fielen in Gr. XL schon etwas klein aus. Hier lohnt es sich, eine Nummer größer zu bestellen. Man weiß ja nicht genau, wie die nach Waschvorgängen oder mit verschwitzten Händen so sind und bevor man die nachher nur noch schwer wieder ausziehen kann, lieber etwas mehr Stoff besorgen.

Grund genug, gleich mal die Laschen zu probieren. Was bei anderen Handschuhen nur mit Gummibändern auf oder zwischen den Fingern funktioniert, löste Castelli mit kleinen Laschen, die man verwenden soll. Und? Es funktioniert.

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Griffseite Castelli Radhandschuhe

 

Castelli-AeroGloves-Paddels in Castelli AeroGloves im Test
Mit kleinen Laschen als Ausziehhilfe

Der Tragekomfort erwies sich bei den Testfahrten als gut. Auch das sonst übliche und hier fehlende Gel-Polster störte nicht. Die Kunstleder-Innenseite mit den aufgebrachten „Polsterflächen“ reicht tatsächlich aus und gibt ein direktes Fahrgefühl des Rades an die Hände weiter. Auch der Daumenbereich ist mit dem Kunstleder unterlegt, was besonders „On-the-Hood“ und im Oberlenker auch hier leicht dämpfende Eigenschaften hat. Etwas ungewöhnlich ist der lange Schaft der AeroGloves am Handgelenk. Bei langen Trikots kann man hier sogar ohne Übergang die Aero-Linie zum Rest der Radkleidung finden. Auffällig ist auch, dass der Kunstledereinsatz zur Stabilisierung über das Handgelenk (Bild rechts) führt. Vielleicht ist er auch nur als Anziehhilfe gedacht.

Fazit: Wer Gravel-Routes, Cyclocross oder MTB fährt, dürfte sich vielleicht doch über ein weiches Lenkerband oder andere Handschuhe freuen. Sie geben Unebenheiten wirklich direkt weiter und auf Dauer könnte das vielleicht auch unangenehm werden.  Auf der Straße und glatten Wegen sowie beim Triathlon sind diese Handschuh aber durchaus empfehlenswert. Die Verarbeitung ist Castelli-typisch sehr hochwertig. Bei Preisen von 20,-€ bis 35,-€ sind die AeroGloves eine gute Wahl für Rennradsportler.

 

Kauftipp in Castelli AeroGloves im Test
kettentour Kauftipp 03/2016