Crivit Winter-Fahrradhandschuhe im Test

Bisher verdiente dieser Winter hier seinen Namen nicht. Endlich ist es nun aber mal kalt genug im Norden, um die neuen Winter-Fahrradhandschuhe von Crivit auszuprobieren. Was sie taugen, erfahrt Ihr in diesem Test.

 Crivit Fahrradhandschuhe für den Winter

Schon seit längerer Zeit haben wir hier einen Satz Fahrradhandschuhe für den Winter herumliegen. Es gab diese Crivit Fahrradhandschuhe in der Herbst-Fahrradaktion bei einer großen Discounterkette und bei 8,-€ haben wir mal kurzerhand zugegriffen. Leider war es bis jetzt nicht kalt genug, um sie mal ordentlich zu testen und überhaupt zu benutzen.

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Noch neu und unbenutzt – Crivit Fahrradhandschuhe für den Winter

Crivit-Sportprodukte sind im Allgemeinen recht preiswert erhältlich und bieten – wenn auch manchmal mit leichten Abzügen – Komfort und Funktion für den sportlich ambitionierten Einsteiger. Ob es bei diesen Handschuhen, die als Fahrradhandschuhe gekennzeichnet sind, auch so ist?

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Äußerlich sehen die Handschuhe ersteinmal recht gut aus. Reflektorstreifen sollen im Dunkeln für mehr Sicherheit sorgen. Kunstfaser-Obermaterial für Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsschutz und sogar eine frottierte Daumenoberseite, damit man sich den Schweiß auf den Touren von den Augen oder die Schneeflocken von der Radbrille wischen kann. Der Schaft hat ein Verschlußsystem, welches den Jackenbund gut umschließen soll.

Die Passform

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Crivit Fahrradhandschuhe – Passform – Die fallen sehr groß aus.

Schon auf dem Foto sieht man deutlich, dass die Handschuhe zu groß sind. Viel zu groß um genau zu sein. Die 9,5 fällt gut 2 Nummern größer aus als gedacht. Viel Luft besonders am Daumen und am kleinen Finger. Entsprechend lose sitzen sie auf der Hand. Sie sind zudem etwas grobschlächtig und auch  an den Fingerspitzen vernäht. Sie erinnern irgendwie an Motorradhandschuhe. Der Klettverschluß am Handgelenk suggeriert jedenfalls, dass sie auch dafür geeignet wären.

Funktion im Winter – Der Praxistest

Ich bin kein Mensch, der kalte Finger mag. Besonders, wenn man von Draußen kommt und dann wieder an den Rechner muss. Jetzt sind endlich mal Temperaturen um den Gefrierpunkt. Zeit für einen Praxistest.

Uhhhh, kalt! Es zieht. Die Vermutung, dass die Nähte an den Fingern der Kälte quasi keinen Widerstand leisten bestätigte sich. So abgefrorene Fingerkuppen habe ich nichteinmal bei meinen langen, aber ungefütterten Windbreaker-Fahrradhandschuhen von M-Wave. Ich bin absolut nicht begeistert. Das ist Schrott und unterirdisch. Die Gelpolster sind auch nicht unbedingt ein Highlight. Da steht mehr Gel drauf als drin ist. Technisch überzeugen sie nicht. Wenn man die Hände am Lenker stark nach vorne dreht geht es mit dem kalten Fahrtwind gerade so, da durch die glatte Fläche keine Luft kommt. Kaum sind die Finger im Wind ist auch gleich wieder Schluss mit lustig.

Bei der zweiten Testfahrt durch die Stadt habe ich die dünnen Windbreaker-Handschuhe von M-Wave  druntergezogen.  Siehe da. So funktionierts. Die Lösung kann und soll das aber wohl nicht sein. Nach der 3 Fahrt ging dann auch noch ein Plastikschnapper des Verschlußsystems kaputt. Na toll.

Fazit:

Billiger Textilschrott aus dem Supermarkt. Das muss man hier so klar sagen. Da gibt es besseres und auch von Crivit waren wir da schon besseres gewohnt. Diese Teile sind ein Fall für die Tonne und definitiv nichteinmal die 8 Euro wert, für die sie von der Grabbeltheke gesammelt werden können. Einzig, die Frottee-Oberseite des Daumens, mit der man sich den Schweiß von der Stirn wischen könnte, macht hier noch einen Pluspunkt. Leider reicht das nicht aus, um hier wirkungsvoll die sonstige Qualität von Crivit-Produkten zu untermauern.

Kein Kauftipp von uns.