eBike – 3 wichtige Kauftipps

eBikes liegen voll im Trend und sind, so jedenfalls der Fachhandel, sehr begeht und für einen großen Teil des Umsatzes in der Branche verantwortlich. Es soll demnächst ein eBike werden? Dann haben wir hier einige Kauftipps für eBike-Interessenten zusammengestellt.

eBike – Kauftipps

Vor einigen Jahren waren eBikes in der Öffentlichkeit nur etwas für Rentner oder Menschen mit Knieverletzungen, schwer zu bekommen und die Besitzer wurden oftmals auch belächelt. Das hat sich inzwischen glücklicherweise vollständig gewandelt. eBikes gibt es inzwischen von jedem Hersteller. Ob City-, Trekkingrad oder Lastenrad – fast immer gibt es von den Modellen auch eine elektrische Version. Selbst im sportlichen Bereich bei den Mountainbikes haben eBikes inzwischen Hochkonjunktur. Der Kauf eines eBikes sollte aber gut überlegt sein. Schließlich sind diese Räder noch immer nicht gerade besonders preiswert.

eBike kaufe – 3 Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten:

Verwenden Sie die folgenden Punkte als Checkliste für Mindestanforderungen bei Ihrem eBike-Kauf!
Ganz wichtig: Machen Sie nach Möglichkeit immer eine Probefahrt. eBikes fahren anders in Geschwindigkeit, Handling und Komfort. Testen Sie das Rad immer vor dem Kauf.

  • 1. Wofür soll das Rad benutzt werden?
    Ein Blick beim örtlichen Fachhändler oder im Internet zeigt inzwischen unzählig viele Modelle. Dabei sicherlich auch eines, welches genau Ihren späteren Verwendungszweck perfekt erfüllen kann. Die spätere Verwendung des Fahrrades ist es wichtig, auch das passende Rad auszuwählen. Ein e-MTB macht in der Stadt wenig Sinn und noch weniger Spaß und mit einem City-eBike kann man vielleicht selten mal auf längere Touren gehen, da Akku und Motorleistung nicht ausreichend genug sind. Sind sie nur auf Kurzstrecken bis maximal 10km in der Stadt unterwegs oder soll das Rad auch für Einzel- oder Gruppentouren verwendet werden, die 40km und mehr überschreiten? Soll es sportlich oder sehr bequem sein, wenn man damit fährt.
    Wer vorher weiß, wofür das Rad benutzt werden soll, kann sich hier besser vom Fachhandel beraten lassen und kauft definitiv nicht ein falsches Modell.

 

  • 2. Welcher Motor und welche Batterie soll es sein?
    Der Motor und die Batterie sind die Komponenten, die das eBike überhaupt ausmachen. Dabei gibt es unzählig viele Kombinationsmöglichkeiten und zudem noch Leistungsstufen. Mittelmotor, Vorderradmotor, Hinterradmotor, Ni-MH-Batterie, GelBatterie, ION-Akku etc. Das ganze noch kombiniert mit unterschiedlichen Leistungsangaben. Ein Wirrwar, welches Ihnen der Fachhändler gerne entwirren wird. Grundsätzlich gilt: Für die Stadt reicht ein Vorderradmotor und ein leichterer Akku, für mittlere und längere Touren unbedingt ein stärkerer Mittelmotor oder Hinterradmotor mit entsprechend starker Batterie mit ordentlicher Reichweite.Probieren Sie verschiedene Modelle bei verschiedenen Händlern aus. Entscheiden Sie hier unbedingt nach Ihren Anforderungen. Lieber etwas höherwertiger nehmen, als irgendwann festzustellen, dass sich durch das eBike später Anforderungen oder Möglichkeiten ergeben haben, die gerade Ihr gewähltes Modell nicht leisten kann.

 

  • 3. Handling und Folgen
    Ebikes sind grundsätzlich schwerer als normale Fahrräder. Sie müssen sich gegebenenfalls an das Handling erst gewöhnen. Das kann eine Weile dauern. Gut zu wissen, denn für einige Auto-Fahrradständer ist ein eBike zu schwer oder  es ist sehr umständlich das E-Bikes da drauf zu bekommen. Achten Sie darauf, wenn Sie es in den Urlaub mitnehmen müssen. Gleiches gilt, wenn Sie das eBike im Zug transportieren wollen. Sie müssen es mehrfach herumwuchten und nicht jeder Bahnhof hat auch einen Fahrstuhl, wo ein eBike ordentlich hereinpasst. Gerade beim Umsteigevorgang kann das wichtige Zeit kosten, wenn Sie selbst mit anderen Reisenden nicht mehr in den Fahrstuhl passen und ihn nochmal anfordern müssen. (gerade letzte Woche wieder selbst gesehen, deshalb hier nochmal die Erwähnung)
    eBikes leiden auch unter ihrem eigenen Gewicht. Akku und Motor verschleißen schneller, wenn sie nicht perfekt abgestimmt sind. Ebenso wird durch das Gewicht auch ein anderer Reifen notwendig. Folgekosten können hier bei Reparaturen durchaus ins Geld gehen. Und ganz wichtig: Selbst, wenn Sie schon mal einen Schlauch gewechselt haben, bei vielen eBikes bekommen Sie das Hinterrad kaum heraus oder dürfen diese Reparatur aus Garantiegründen gar nicht selbst durchführen. Rechnen sie auch für Ihr teures Bike ein Ultra-Teures Fahrradschloß. Wer >2500,-€ für ein eBike investiert, sollte es nicht mit einem 10,-Euro-Geschenkband sichern.
    Fragen Sie den Händler nach Folgekosten (wir meinen damit definitiv nicht den Ladestrom) für Reparaturen, Ersatzteile und Wartung. Fragen Sie auch nach Preisen für Ersatzakkus, falls Sie auf Touren gehen wollen. Planen Sie hier diese Kosten für später mit ein.
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eBike – Cityrad mit Mittelmotor – oft sind Vorjahresmodelle im Fachhandel reduziert erhältlich.

Ein wichtiger Punkt noch: Vermeiden sie bei eBikes Gebrauchtkauf von Privat. Selbst wenn es geprüft ist, kann der Akku auf Grund des vorhandenen Alters bereits stark nachgelassen haben und so ein Akku kostet nicht selten bis zu 25% des Neupreises des Rades. Ebenso kann der Motor schon gelitten haben. Folgekösten können die Ersparnis wieder auffressen. Gebrauchtkauf besser beim Händler Ihres Vertrauens.

Übrigens: Auch auf einem eBike fährt es sich viel besser, wenn Sie einen Fahrradhelm aufsetzen.

Viel Spaß mit Ihrem eBike wünscht

kettentour.de