Garmin – Softwareupdate für Edge-Geräte [Update]

Neue Technik und immer wieder Updates. Von Smartphones und Apps kennen wir das ja inzwischen zur Genüge. Ständig gibt es Veränderungen und Verbesserungen. Garmins neuestes Update für die Edge-Modelle dürfte durchaus als Minor-Upgrade und somit als wichtig eingestuft werden können.

Garmin Softwareupdate für Edge-Geräte

Wenn sich eine Software ändert spricht man in der Regel von einem Update. Software ist in der Regel zur besseren Übersichtlichkeit mit Version – Komma – Versionsstufe gekennzeichnet. Beispielsweise: Version 1.04 Oft ändert sich dabei durch kleinere Änderungen nur die zweite Zahl hinter dem Punkt. Beispiel 1.04 zu 1.05. Sind Updates wesentlicher und verändern die Nutzung, das Interface oder maßgebliche Funktionen, spricht man oft von einem Upgrade. Hierbei ändert sich dann unter Umständen auch die Versionsnummer. Man kann bei erheblichen Änderungen auch von Minor-Upgrades sprechen. Beispiel: 1.04 zu 1.1 als Upgrade oder 1.04 zu 2.0 als Minor-Upgrade. Soweit dazu.

Garmin brachte nun für die Edge-Geräte ein größeres Update für die Systemsoftware auf den Geräten heraus. In diesem Falle änderte sich die Version 3.10 zur Version 4.10. Dazu muss einfach das Gerät mit dem PC verbunden werden und die Software Garmin Express gestartet werden. Dann ein Klick auf Synchronisieren, falls es nicht automatisch geschieht und schon ist das Update fertig.

Was ist drin im Update / Upgrade?

  • Das neueste Gerät, die Varia Vision, wurde in der Software der Edge-Geräte hinzugefügt. Wir berichteten über das Garmin HeadUp-Display Varia Vision bereits hier auf diesem Magazin. Nun kann man auch dieses Gerät mit dem Edge problemlos verbinden. Dies macht Ihr, so Ihr bereits das Ansteckdisplay für die Radbrille besitzt über die Einstellungen > Sensoren > Hinzufügen > Varia Vision. Dort können auch die Einstellungen für die Anzeige auf dem HeadUp-Display vorgenommen werden. Wer das Gerät hat und seinen Edge noch nicht upgedatet hat, kann das Display nicht hinzufügen. Deshalb unbedingt updaten!
  • Die Stabilität der Verbindungen zu Ant+/ Bluetoothgeräten wurde verbessert. Dabei können Datenabrisse jetzt besser für den Service durch eine Dropout-Datei ausgelesen werden.
  • Hinzugefügt wurde ebenfalls die Fähigkeit des Gerätes, Software-Updates über Bluetooth automatisch herunterzuladen, wenn das Gerät mit einem Smartphone und der aktivierten Garmin Connect Mobile App (kostenlos verfügbar für WindowsPhone, Android und iOS in den jeweiligen App-Stores) verbunden ist. Die Installation dieser Updates kann somit ab sofort auch nach dem Download über Menü> Einstellungen> Über> System> Software Update durchgeführt werden.
  • Gefahrene Strecken konnten via Bluetooth nicht an die App und in das System hochgeladen werden. Dies wurde überprüft und korrigiert.
  • Ein Bug zeigte bei einigen Usern nach der Durchfahrt eines Segments nicht mehr die richtige Streckenseite an. Dieser Bug wurde behoben und nun sollte nach jedem Segment auch die voreingestellte Seite, die vor der Durchfahrt des Segmentes aktiv war, angezeigt werden können.
  • Probleme mit der GPS-Verbindung und Fehlern im Bluetooth-Protokoll führten bei einigen Usern zu Datenabrissen. Dies wurde mit diesem Update auch behoben.
  • Weitere kleinere, sogenannte „Bugfixes“ wurden mit Sicherheit ebenfalls geklärt, die aber auf den offiziellen Seiten nicht näher bezeichnet/erwähnt wurden. Das ist aber normal. Man erklärt dem Verbraucher nicht jedes geänderte Komma im Quelltext der Software.

Durch die Funktionen der hinzugefügten Varia Vision und der Updatefähigkeit via Bluetooth und Smartphone-App rechtfertigt sich der Versionssprung von 3.10 auf 4.10 als Upgrade. Folgende Verbesserungen oder Korrekturen in der Software werden dann wieder mit 4.11 ff bezeichnet, bis wieder ein neues, größeres Upgrade ansteht.

Grundsätzlich lohnt sich in unserer technisierten Welt jederzeit ein Softwareupdate. Dabei ist es ziemlich egal ob es sich um das Smartphone, eine App oder eben ein Navigationssystem handelt. Hier werden Sicherheitsfeatures und neue Funktionen eingefügt und vorhandene Funktionen verbessert. Es lohnt sich also immer, die Geräte auf aktuellem Stand zu halten.

[Update]
Nach der Systemaktualisierung muss das Gerät nochmal komplett neu gestartet werden. Es fragt die gespeicherten Nutzerdaten ab, was man mit der Entertaste (rechte Seite oben) bestätigen kann. Dann möchte es alle Peripheriegeräte neu koppeln. Das kann eine Weile dauern und möglicherweise bleibt die Anzeige, dass er koppelt und man Geräte aufwecken soll, zum Dauerzustand. In diesem Fall hilft es, das pairing abzubrechen. Wir haben einfach eine Fahrt gestartet und eine Route aufgezeichnet. Während der ersten Meter wurden die Peripheriegeräte sofort gefunden und wieder automatisch verbunden.