Haibike Xduro Sattel im Test

Wer ein Fahrrad kauft, lebt meistens mit dem mitgelieferten Sattel bis er seinen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Wer aktiver und sportlich Radsport betreibt, denkt schon früher über einen Tausch des Fahrradsattels nach. Wir haben ein paar Sättel eingekauft und getestet. Darunter auch der Xduro von Haibike, der für MTB und Rennrad geeignet ist. 

Haibike Xduro Rennradsattel / Mountainbikesattel im Test

Bei Fahrradsätteln scheiden sich die Geister und streiten sich seit langem die Experten.
Hart oder weich? Leder oder Carbon? Lange Nase oder eher kurz? Nur bei einem Punkt sind sich alle einig. Auf jeden Fall muss er zum Hintern des Fahrers passen. Eine Vielzahl der verschiedensten Technologien wird von den Herstellern als Idealsattel angepriesen. Das lässt viele sportlich orientierte Radler und auch die MdRzA-Fraktion oft schnell über einen neuen Sattel nachdenken, denn schließlich soll er nach 30, 50, 100 oder 300 Kilometern Tagestour noch bequem sein. Nur selten hält ein Sattel über Jahre am Trainingsgerät so lange fest wie sein Fahrer. Durch das Training bedingte Veränderungen des Körpers müssen entsprechend ab und an auch mal mit einem neuen Sattel ausgeglichen werden und oft muss man auch mehrere Modelle durchprobieren, bis man das passende Equipment für sein Hinterteil hat.

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Haibike xduro Sattel für Rennrad und MTB von Velo. Das haibike-Logo an der Nase und am Heck und die Tiefenprägung wertet den Sattel optisch auf.

Wir haben den Xduro von Haibike geordert und getestet.

Die Features:

Der Sattel hat ein sehr anatomisches Design und ist, so der Hersteller Velo, für MTB und Rennrad geeignet. Eine langgezogene Nase macht den Sattel 280mm lang. Das ist für MTB und Rennrad Standard, wirkt aber optisch nicht auf jedem Rad. Das Sattelgestell ist aus CR-MO und besitzt eine Einstellscala für das Setup. Mit 120mm Breite an den Druckpunkten der Beckenknochen macht er eine schlanke Figur und unterstreicht die anatomische Ausrichtung.

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Haibike xduro Sattel von Velo – weiss und schwarz sorgen auch optisch für eine Unterstützung der ohnehin schlanken Bauweise.

Bei den sportlichen Radfahrern ist das Gewicht meistens der ausschlaggebende Punkt. Der Xduro stellt sich hier mit 233g auf der Küchenwaage direkt in das untere Mittelfeld. Nicht zu leicht und nicht zu schwer.

Mit den Belüftungslöchern und der Namensprägung sieht der Sattel wertig aus. Wie abriebfest das Obermaterial ist, zeigt sich erst nach einigen hundert Kilometern. Von unten ist er gut verarbeitet und zeigt bei der ersten Sichtprüfung ersteinmal keine Schwächen. Einen Nahtübergang zwischen dem Farbwechsel findet man nicht.

Preislich schlägt sich der Sattel zwischen 20 und 35,- Euro je nach Anbieter eher in der günstigen Region. Das ist für preisorientierte Käufer völlig in Ordnung. Für extrem hochwertige Markensättel werden teilweise auch bis zu 200 Euro aufgerufen. Hier liegt es am Hersteller Velo, der den xduro für haibike gelabelt hat, und für günstige Produktionen bekannt ist.

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Der wertige xduro macht auch an der Strandpromenade eine gute Figur ;)

Fazit:

Nach den Setup und einigen Kilometern auf der Trainingsrunde zeigt sich der Sattel sehr bequem. Das vorher montierte Modell machte zwischenzeitlich regelmäßig nach nur 10km Druckprobleme. Das der Xduro Sattel von Haibike überwiegend auch an Fullys von Haibike zu finden ist, läßt vermuten, dass dieser doch recht hart sein könnte. Zudem, bei dem Preis. Er ist schon etwas hart, doch für den Einsatzzweck auf Mountainbike und Rennrad genau richtig. Ein gelungener Kompromiss zwischen Härte und Komfortpolsterung ist bei diesem Sattel entstanden. Die ersten 50km verliefen bei uns absolut störungsfrei. Teilweise dachten wir schon, jetzt muss es doch langsam mal anfangen zu schmerzen. Aber nichts.

Wie bereits erwähnt, muss man unter Umständen schon eine Weile suchen, bis man das passende Sitzmöbel für sein Rad hat. Wir können nicht behaupten: Der ist es und kein anderer! Das wäre vermessen und kontraproduktiv. Wir können ihn nur zum Selbsttest empfehlen. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder Hintern ist eben anders und komfortempfinden ist eben auch Ansichtssache. Mein 23jähriges Auto hat allen Komfort. Ein anderer vermisst sofort den Fensterheber-Schnickschnack.

Manch Radler braucht was weiches und mancher kommt mit einer Carbonplatte gut klar. (Mal so aus Erfahrung durch Selbsttests, stufe ich den vom Komfort her sogar noch eine Stufe höher als den Selle SLR1 ein, der übrigens mit 160 Euro der teuerste und zugleich auch unbequemste Sattel an meinen Rädern war. Aber wie gesagt. Ansichtssache.) Der Haibike xduro wird hier bei uns an der Küste für die nächsten Monate definitiv ein fester Begleiter werden. Der xduro macht einen wertigen Eindruck und überzeugt uns auf zwei Testrädern vom gebotenen Komfort.

Den Kauftipp gibt es für seine schlanke Form, das Gewicht und das Preis-Leistungsverhältnis.