MdRzA – 5 häufige Fehler und 5 Tipps

Mit dem Rad zur Arbeit – eine gute Idee und der häufigste Grund für den Fahrradkauf. Doch nach dem Kauf kommt oft das Erwachen. Irgendwas läuft nicht wie geplant. Wir haben die 5 häufigsten Fehler und Tipps zur Vermeidung dieser zusammengestellt.

 Mit dem Rad zur Arbeit – 5 Fehler und 5 Tipps dagegen

Die Verkäufer in den Fahrradfachgeschäften können es bestätigen. Der häufigste Kaufgrund für ein neues Rad ist: „Ich will damit zur Arbeit fahren und durch die Stadt.“ Ich vermute jetzt mal, dass der häufigste Blitzgedanke im Kopf der Verkäufer ist: „Eh, machst Du sowieso nicht.“ Das aber nur rein spekulativ.

Fakt ist aber, dass sich spätestens bei Temperaturen ab 15° immer mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit auf den Weg machen. Das ist nicht nur aus ökologischen Gründen richtig gut und bemerkenswert.

Viele nutzen dabei nicht unbedingt gleich ein neues Rad und nehmen vielmehr das vorhandene Fahrrad. Dabei machen sie und insbesondere Anfänger Fehler, die das Projekt MdRzA schnell zum scheitern verurteilen. Das muss nicht sein, wenn man die 5 häufigsten Fehler kennt und behebt.

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Mit dem Rad zur Arbeit – Gut für die Gesundheit und die Umwelt

1. Das richtige Fahrrad

Für das Projekt „MdRzA“ benötigt man auch ein taugliches Fahrrad. Wohl niemand wird besonders lange oder mit Freude Strecken ab 5 oder 8 Kilometer mit einem schwerem Stadtrad fahren wollen. Die Wahl des richtigen Bikes kann hier entscheidend zur Performance beitragen. Mit einem sportlicherem Rad fährt man deutlich besser, als mit dem Supermarkt-Shopper. Der Fachhandel kann hier speziell und genau beraten, was man benötigt. Das geht aber nur, wenn er auch weiß, was man wirklich vorhat.

2. Ein ordentliches Setup am Fahrrad

Gleiches gilt für das Setup am Rad. Sattelhöhe, Vorbaulänge, Lenkerbreite und Lenkerform, Reifenwahl, evtl. Pedalen. Alles Dinge, die selbst in der schlechtesten Konstellation noch für die Fahrt zum Discounter taugen, doch auf dem Weg zum Job oder Uni schnell Grenzen aufzeigen. Auch beim Setup hilft der Fachhandel gerne weiter und kann Einstellungen oder Änderungen schnell vornehmen.

3. Die richtige Einstellung zum Projekt

Wer es sich als Ziel gesetzt hat, wenigstens vielleicht über die Frühjahrs- und Sommermonate mit dem Rad zum Job zu fahren, braucht auch die richtige Einstellung dafür. Nur mit dem Ziel ist es nicht getan. MdRzA bedeutet, dass man täglich 5, 10, 15 oder gar 30 Kilometer zur Arbeit fährt und diese Strecke nach 8 3/4 Stunden auch noch wieder zurück muss. Die Fahrten könnten in der Anfangszeit schon kraftraubend werden. Die richtige Motivation für das Projekt ist hier wichtig, damit das Ganze nicht schon in der Anfangsphase ein Blindgänger wird. Die Selbstbelohnung für eine erfolgreiche Fahrt zur Arbeit (und natürlich wieder zurück) steigert die Motivation für den nächsten Tag. Es muss ja nichts Großes als Belohnung sein. Vielleicht ein nettes Essen zu zweit oder einen Satz Radsocken reicht ja schon.

4. Die falsche Kleidung und Ausstattung

Die Jacke schnell auf die Rückbank geworfen. Die Tasche obendrauf. Das ist jetzt vorbei. Doch was, wenn es heute mal regnet? Doch wieder das Auto nehmen?  „Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur schlechte Kleidung.“ Die richtige Bekleidungsausstattung ist elementar wichtig. Eine gute Fahrradjacke sollte den Ledermantel ersetzen und auch eine Regenjacke nebst Helmcover sollte dabei sein. Windbreaker-Handschuhe sind auch Mitte April noch eine gute Idee für die Morgenstunden. Schwerer haben es die, die bisher mit Arbeitskleidung zur Arbeit gefahren sind oder im Job einen Anzug benötigen. Hier ist es von Vorteil, wenn man vorher prüft, ob man sich nicht evtl. auf Arbeit auch bequem genug umziehen kann. Wechselkleidung im Büroschrank und ggf. Wechselschuhe im Spind haben sich schon millionenfach bewährt. Für Transportzwecke gibt es spezielle, schmale Gepäckträger für Seitentaschen. Ein Rucksack auf dem Rücken sorgt für Wärmestau und Schweißverlust und ist eher ungeeignet.

5. Service und Reparaturen am Rad

Wenn es etwas gibt, was die Fahrt zur Arbeit schnell zur Tortur werden lassen kann, ist es mangelnder Service am Fahrrad. Defekte Teile, eine schlechte Schaltung, platte Reifen, ein falscher Sattel oder eine lose Kette sind die größten Fehler am Commuter-Rad.  Wer das Projekt mit einem Neurad angeht, wird während der ersten Monate weniger Probleme damit haben. Wer allerdings ein älteres Rad dafür nutzen will, sollte auf jeden Fall auf den technischen 1A-Zustand des kompletten Rades achten. Hier geht sonst viel Kraft, Kondition und Performance verloren. Niemand will schließlich völlig aus der Puste oder verschwitzt im Büro oder am Arbeitsplatz ankommen.

Und? Wie sieht es aus? Eigene Fehler gefunden?

Dann schnell beheben und morgen wieder los. Natürlich mit Rad.