Projekt Veggie – 120 Tage danach

Noch letzten Monat war ich recht deprimiert von der Tatsache, dass es mir wohl nicht gelingen würde, komplett auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Doch jetzt sieht alles ganz anders aus und ich verzichte dabei sogar auf noch viel mehr und weitere Baustellen wurden aufgerissen. Welche? Hier könnt Ihr es lesen.

Projekt Veggie – 120 Tage und ein Kasper

Salatteller in Projekt Veggie – 120 Tage danach
Salat, Salat, Salat

„Salat ohne Ende“ war das Motto des April. Irgendwie war ich so oft wie noch nie vorher in einer Fast-Food-Kette und kaufte jede Menge Salate. Natürlich auch aus dem Supermarkt und von sonstwo her. Die Deprimierende Feststellung, auf einen Fleischtag in der Woche gehen zu wollen, damit man sich Verstöße so wenigstens halbwegs schönreden kann, war unbefriedigend für mich. Also nochmal ein richtiger Versuch mit der Maßgabe, dass das Veggie-Projekt abgebrochen wird, wenn es wieder nicht funktioniert.

Nebenbei gab es dann auch so „rein aus Spaß“ und prophylaktisch noch der Verzicht auf jegliche Form von Alkohol. Ok, soviel war es vorher auch nicht, doch wenn schon, dann wenigstens auf den Dickmacher Bier verzichten. Erstaunlicherweise funktionierte das sogar richtig gut und ich kenne inzwischen mehr als 5 Salatdressings. 😉 Kiloweise Äpfel und Obst im Allgemeinen rundeten die Sache dann ab.

Kein Fleisch, keine Wurst und so ziemlich wenig tierische Fette überhaupt. Na ja, fast. Bis auf Dosenthunfisch. Klappt doch! Dazu etwas mehr Nachhaltigkeit, wie ich es im März schon festgestellt hatte. Zufriedenheit pur.

Im Endeffekt lief das Ganze auch richtig gut. Jedenfalls bis letzten Donnerstag. Irgendetwas war dem Körper dabei aber zuviel oder eben auch zu wenig und er gab die Quittung in Form eines Herzkaspers. Richtig. Ein Infarkt, der mir irgendwie sagen soll: „Ey Dude, Du machst da was falsch.“ Offensichtlich nur ein kleiner, der aber trotzdem ausreichte, neue Weichen zu stellen. Schon komisch. Mitten im gesündesten Monat der letzten Jahre quittiert die Pumpe den Dienst. Einen Aufregergrund gab es eigentlich bis dahin nicht. Keinen Stress und auch nichts, was man sonst hätte als Ursache deuten können. Vielleicht aber doch.

Gesundheitlich kam es in den letzten zwei Wochen verstärkt zu Beschwerden, die ich dann auch in den letzten  Wochenrückblicken als Entschuldigung für die recht wenigen Strava-Postings nutzen konnte. Irgendwas ist in der Lunge oder im Rippenfell und da das wohl von Seiten des Körpers nicht ausreichte, mich zu einem Arztbesuch zu bewegen, eben den „Warnschuss vor den Bug“ von der Pumpe.  Der finale Arztbesuch brachte die Erkenntnis: Na, da müssen wir in kurzer Zeit noch an vielen Baustellen schrauben. Das zieht jetzt natürlich einige weitere Torturen und längere Pflichtsitzungen bei diversen Göttern in Weiss nach sich. Ein mehrwöchiger Krankenschein spricht da jetzt doch schon eine deutliche Sprache.

Also jetzt definitiv kein Fleisch mehr, keinen Alkohol und…

… tja, und auch die Kippen müssen jetzt auch endgültig weg. Ein paar Test-Reduzierungstage hatte ich schon im April mal gemacht. Rein testhalber. Völlig unverbindlich. Mal mehrere Stunden. Einen halben Tag. Könnte gehen.

Seit dem 01. Mai geht es auch und muss es jetzt sogar.

Na, wenn das keine Motivation ist.