Test – M-Wave Mini-Satteltasche in der Praxis

Wenn es mal etwas neues und preiswertes für „darunter“ sein muss, dann landet man meistens auch bei den Produkten von M-Wave. Wir haben die Mini-Satteltasche getestet. Was rein passt und was man erwarten kann, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

M-Wave Satteltasche Mini im Praxiseinsatz

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M-Wave Satteltasche

Ziemlich lange sind wir hier mit Roadbike und einer recht großen Satteltasche aus einem Supermarktangebot herumgefahren. Freunde und Vereinskollegen spotteten schon „Kulturbeutel“, „Materialwagen“, „mobile Werkstatt“ und so. Dringend Zeit für ein Upgrade.

Das Angebot im Fachhandel und Internet ist riesig. Von Markenware bis zu China-Zeug ist alles vertreten. Wir entschieden uns für ein Produkt von M-Wave, einem recht preiswertem Zubehörhersteller, der uns mit den langfinger-Windblocker-Radhandschuhen bereits vor einiger Zeit überzeugen konnte.

Bei 7,95€ im Internet kann man ja eigentlich auch nichts falsch machen. Also haben wir gleich mal mehrere Taschen für den wachsenden Fuhrpark geordert. Man will ja schließlich vor einer Ausfahrt nicht erst die Taschen umbasteln müssen und so ein Reserveschlauch unterwegs ist Gold wert.

Die Montage ist eigentlich nicht der Rede wert. Eine Anleitung braucht es da nicht. Die Klettbänder sind oben in der Mitte der Tasche fixiert, so dass man jede Seite separat anknüppert. Dazu noch das Klettband an der Sattelstütze und schon ist es das auch schon gewesen.  Auf zusätzliche Plastikklipper wird verzichtet.

 

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Satteltasche für Werkzeug und Ersatzschlauch auf Tour

Was schon beim Händler gefiel war die Rück- / Unterseite der Tasche. Glatter Kunststoff. Das verspricht, dass man diese gut abwischen kann und die Innereien recht wassergeschützt sind. Eine Tasche landete bei der Ankunft gleich mal in einem Wasserbad. Nach zwei Tauchgängen mit Unterwasser-Auswringen war innen noch alles trocken. Das lässt hoffen, dass man auch ein Smartphone mal in die Satteltasche stecken kann, wenn man in einen Sommerregen kommt und hier der Schutz hält. Hier mal am Roadbike nach einer Tour durch etwas modderiges Cross-Terrain. Der Dreck lässt sich leicht wieder abwischen.

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Aufgewirbelter Schmutz lässt sich durch die glatte Unterseite leicht wieder entfernen.

Die Tasche passt gut unter jeden sportlich geschnittenen Sattel und sitzt auch sehr fest. Der Zipper geht allerdings dadurch nicht ganz ordentlich auf. (Siehe Bild oben). Da stimmt was mit der Geometrie nicht. So schlimm ist das jetzt aber auch nicht. Schließlich will man sie ja eigentlich auf Tour nie benutzten. Wenn man die Kletts etwas lockerer anbringt geht das.

Da uns die Enden der Klettbänder optisch störten, kürzten wir sie mit einer normalen Schere um 3cm ein. Das sieht dann etwas besser aus.

Was passt rein in eine Mini-Satteltasche?

Mindestens 1 Ersatzschlauch ist ja wohl obligatorisch. Den sollte man immer mit dabeihaben. Dazu ein Multitool und 2 Reifenheber. Wir bekamen noch ein kleines Päckchen Flickzeug und die SKS Airbuster CO2-Pumpe mit einer Kartusche (zerlegt) in die Tasche. Dann war nur noch Platz für einen Bonbon.  Wer auf Flickzeug und CO2-Pumpe verzichtet, bekommt auch 2 Schläuche und das Multitool hinein. 2 große Schläuche (z.B. Crossbike mit 37mm-Decken) bekommt man nur hinein, wenn man das Multitool zu Hause lässt. Platz für zwei Reifenheber ist aber immer. Das reicht also für jede Ausfahrt.

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Schief!!! Der Reflexstreifen prankt nicht in Waage. M-Wave Mini Satteltasche am Crosser

Die Tasche von M-Wave verfügt zusätzlich noch über einen Refexstreifen. Dumm nur, dass dieser bei allen 4 bestellten Taschen bei uns mehr oder weniger so schief angetackert war. Optikfetischisten hätten spätestens jetzt einen Grund, die Dinger zurückzuschicken.

Grundsätzlich macht sie aber was sie soll. Aufbewahrung für den Fall der Fälle, der nach Möglichkeit auf Tour nicht auftreten sollte. Von daher ist alles gut. Man will sie ja nicht benutzen wollen sondern fahren.

Foto: Hersteller / privat