Testbericht: Lady MTB Cube Access WLS 2017 29er

Technisches – Montage und Ausstattung

Cube gehört seit vielen Jahren zu den Kultmarken im Fahrradbereich. Tolle Rahmendesigns, knallige Farben, nahezu perfekte Qualität und ständig neue Innovationen im Fahrradbereich gehören zum Programm. Dazu natürlich auch die Ausrichtung auf alle Modellarten machen Cube zu einem verlässlichen Anbieter, wenn ein Neukauf ansteht.

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Küstenkind – Auch an der Wasserkante macht das Cube Access WLS eine gute Figur.

Wer beim Fachhändler ein Fahrrad kauft, bekommt es natürlich fahrfertig. „Nur noch“ die Sattelhöhe einstellen und losdüsen. Ok. Ganz so einfach ist es nun zwar nicht, aber es wird leider zu 98% so praktiziert. Fast immer rollen Fahrräder vom Fachhändler sofort los und bleiben auch so eingestellt, wie der Händler/ Verkäufer es für die Probefahrt gemacht hat. Richtiges Setup? Fast immer Fehlanzeige. Ein größeres Augenmerk auf Vorbaulänge, Sattelhöhe, Rahmengröße und Satteleinstellung auf beiden Seiten könnte hier bei vielen für erheblich mehr Freude an der Neuanschaffung sorgen.

Das Rad gibt es natürlich auch im Internet, für diejenigen, die nicht über einen Cube-Lizensierten Fachhändler in der Nähe verfügen. Hier wird es allerdings nicht günstiger. 429,- Euronen sind auch der Preis von Online-Händlern wie Fahrrad.de und anderen.

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Griffige Smart Sam von Schwalbe sollen Spaß bringen und tun es auch.

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Suntour federt am Cube Access WLS

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Bremsen nicht gelabelt.

Bei der Ausstattung, das müssen wir so grob und knallhart sagen, bewegen wir uns im unteren Preissegment von Cube. Entsprechend kann man keine Deore XT oder 10fach-Schaltung, keine RockShox-Gabel und keine hochwertigen Laufräder erwarten. Was an dem Rad sofort überzeugt ist der Rahmen, welcher aus Aluminium gefertigt ist, der 660mm-breite Lenker und die Schwalbe Smart-Sam Laufräder. Das Gewicht liegt bei knapp über 13kg. Das ist in Ordnung. Mit späteren Updates kann man hier auch noch einige Gramm sparen, so man denn möchte. Aber 13kg ist schon völlig ok für ein MTB in dieser Preisklasse. Die Zeiten der dicken, schweren Stahlrahmen ist sowieso längst vorbei.

Bei der Schaltungsanlage erwartet uns eine Tourney und die Gabel kommt von Suntour. Wirklich schön ist, dass Cube diese auch in Rahmenfarbe lackieren ließ und sie nicht in weiss oder gar schwarz einfach angebastelt wurde.

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Shimano Tourney werkelt am Heck

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Aufgeräumt – Der Lenker mit Schalt-/Bremshebelkombination

Mal ganz ehrlich. Schlecht ist die Wahl der Tourney nicht. Sie macht was sie soll und ist, bei entsprechender Pflege, Wartung und Einstellung auch lange auf MTB oder Trekking-Rädern ein zuverlässiger Begleiter. Nur eben etwas minderwertig. Schön dagegen ist die Kabelführung. Einige Züge verschwinden im Aluminiumrahmen und tauchen an späterer Stelle wieder auf. Das schafft Ordnung am Rad, schützt vor Schmutz und Wetter und unterstreicht das Design.

Sprungmarken für Querleser:

Die 3fach/8fach-Schaltung ist im MTB-Bereich schon lange Standard und mit der Kombination ist man im Stadtverkehr wie auch auf Touren und leichten bis mittelschweren Trails gut aufgestellt.

Der Lenker ist mit 66cm gut dimensioniert. Entsprechend leer wirkt er dann auch aus Fahrersicht, da sich Cube hier mit einer Shimano-Schaltungs-/Bremsenkombination nicht viel mehr Platz gönnt. Schnell fällt aber auch auf, dass hier noch was fehlt und der vorhandene Platz noch anderweitig sinnvoll genutzt werden kann. Siehe später auch in den Upgrade-Tipps.

Wie fährt es nun wirklich? Let’s Rock! Im nächsten Teil dieses Artikels, bewegen wir es mal und schauen, ob sich dieses Cube auch in der Praxis bewährt.