TomTom Runner Sportuhr mit GPS im Test

Etwas unerwartet gab es ein kleines Update in der Ausrüstung für den anstehenden Marathon. Wärend ich noch an einer Muskelverletzung laboriere, kann ich mich aber schon mal mit ordentlichem Equipment vertraut machen. Ich habe die Sportuhr Runner des Navigationssystemeherstellers TomTom getestet. Was sie kann und wie ich dazu gekommen bin, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

 TomTom Runner – GPS-Sportuhr im Test

Wenn der Postmann unverhofft an der Tür klingelt, freut man sich als Blogger besonders. Meistens gibt es dann mal was, was man gar nicht bestellt hat. So auch gestern Vormittag. Ein kleines, würfelförmiges Paket in den Händen haltend, klingelte ein hübsches Postfräulein und überreichte mir die Sendung.  Darin ein nettes Begleitschreiben mit den besten Wünschen für das Marathonprojekt und die sportliche Zukunft. Ebenso befand sich im Paket noch das, worum es in diesem Artikel und Testbericht eigentlich geht. Die Sportuhr TomTom Runner.
Ach wie nett. Soviel Aufmerksamkeit hab ich doch jetzt auch nicht verdient. Aber herzlichen Dank dafür.

Im Grunde stand eine neue Sportuhr sowieso auf dem Zettel bei mir, da ich kurz vor der Entscheidung zum Projekt Rügenbrückenmarathon meine,  bis dahin ungenutzte Garmin Vivosmart verkauft habe und mich bei den bisherigen Läufen immer genervt hat, dass ich das Handy mühsam aus der Gürteltasche friemeln musste, um zu sehen, wie weit ich schon oder erst bin. Grund genug, die Uhr gleich mal anzuziehen und auszuprobieren.Es handelt sich hierbei nicht um das aktuellste Modell Runner3 von TomTom sondern um das vorangegangene Modell. Ein kurzer Preischeck verriet den aktuellen VK von durchschnittlich 99,95€. (nochmal Danke an dieser Stelle 😉 )

Ausstattung und Unboxing

Die Box des Runners dient gleichzeitig als Präsentationsbox. Klares Plastik und die Base aus Pappe. Darin enthalten ist natürlich die Uhr, die Docking-Station, welche zum aufladen benötigt wird und eine ausführliche Anleitung in 14 Sprachen.

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Die Uhr wirkt sehr hochwertig. Besonders das Armband überzeugt mich persönlich durch seine Breite. Es ist aus Kunststoff und zusätzlich (oder gerade deswegen) stark perforiert. Das dürfte für ausreichend Belüftung bei Laufaktivitäten sorgen. Ebenso befinden sich an der Innenseite Noppen von ca. 1mm Höhe. Dies soll für genügend Abstand der Uhr von der Haut sorgen. Das Armband ist bei der Unisex-Größe allerdings auch recht kurz.

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Die Ladestation wird auf der Innenseite eingehakt. Mit einem USB-Steckerladegerät oder mit dem PC verbunden wird hier aufgeladen bzw. werden auch die Daten zum TomTom Sportportal synchronisiert. Das monochrome Display löst mit 144×168 Pixel auf und die Anzeige ist gut lesbar. Die Uhr ist nach IP67 spritzwassergeschützt und bis 5ATM wasserdicht.

Einrichtung

Die Einrichtung der Sportuhr ist recht einfach, sobald man durchgestiegen ist, dass der Button unterhalb des Displays ein 4-Wege-Button ist. Im Prinzip genügt die Funktion runter und rechts bzw. nach oben, um alle Werte schnell einzustellen. Das eigene Profil kann mit Gewicht und Größenangabe sowie Geschlecht eingerichtet werden. Die komplette Einrichtung dauert geradeeinmal wenige Minuten. Man kann sich von TomTom noch die Desktop-Applikation MyDrive Connect  und die TomTom Sports App aus dem Android- oder iOS App-Store downloaden. (Die Nutzung der Apps erfordert die Anmeldung mit persönlichen Daten und eMail-Adresse.) Etwas länger dauert das Pairing der Uhr mit dem Telefon. Via Bluetooth soll eine Verbindung hergestellt werden. Einige Versuche dauerte es, bis auch mein iPhone mit der Uhr kommunizieren wollte.

Tomtom Runner Status-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im TestGeräteüberblick (Button links) Tomtom Runner Einstellungen-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im TestSetup des Nutzers Tomtom Runner Display-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im TestBeleuchtung Tomtom Runner Sportuhr Lauf-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im TestLos! Laufen!

Für die Laufaktivitäten kann man im Menü der Uhr (Steuertaste rechts) zwischen Laufen, Laufband und Stoppuhr wählen. Hier stehen diverse Einstellungen zur Verfügung und auch die Art der Anzeige bei Läufen kann variabel gestaltet werden. Das Display verfügt über mehrere Felder zur Darstellung verschiedener Anzeigewerte. Ein Bluetooth-Herzfrequenzmesser (optional erhältlich) kann mit der Uhr ebenfalls verbunden werden und dessen Werte dann auch beim Lauf direkt auf das Display ausgegeben werden.

Benutzung

Die Benutzung ist nach der Einrichtung recht einfach. Auch das GPS-Signal wird schnell gefunden, sobald man sich draußen befindet. Innerhalb von Räumen dauert es teilweise länger. Ist die Uhr bereit, signalisiert sie dieses mit einem Balken „Los“ und klickt man dann im Steuerkreuz nochmal rechts, fängt das Gerät mit der eigentlichen Funktion an.

Das Display ist bei fast allen Winkeln gut lesbar. Entsprechend den vorher gesetzten Einstellungen, erhält man seine gewünschten Werte auf das Display. Selbst kleine Zeilen sind ausreichend gut einsehbar. Die Einzeldarstellung der Werte ist während des Laufs über den Funktionsbutton möglich. Der Tragekomfort ist angenehm und das Gewicht von knapp 50g fällt nicht groß auf.

Tomtom Runner Vergleichswer-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im Testalter Lauf – Werteansicht Tomtom Runner Display Aktiv-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im Testaktive Laufanzeige Tomtom Runner Lauf Vergleic-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im TestZwischenvergleich Tomtom Runner Goal Distance-1024x768 in TomTom Runner Sportuhr mit GPS im TestDistanztraining

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Online-Benutzung

Nach dem Lauf kann man die Uhr wieder mit dem PC verbinden und das Training wird in das Portal hochgeladen. Zusätzlich ist die Speicherung der reinen Laufdaten auch als fit, tcx, gps, km im PC möglich. Im Portal kann man sich Ziele setzen um sich selbst etwas zu motivieren und die Leistung zu steigern. Auch in der Uhr kann man sich Ziele für jede Einheit setzen, wenn gerade kein PC oder das Sync-Kabel zur Verfügung steht. Wenn man das Ziel erreicht hat erhält man einen Alarm auf der Uhr. Mit der App für das Smartphone sind ebenfalls die Läufe und Ziele mit der Uhr synchronisierbar. Die Funktionen innerhalb der App sind sehr umfangreich.  Alle Funktionen der TOMTOM Sports App direkt bei TOMTOM ansehen

Fazit:

Natürlich gibt es andere Modelle, andere Hersteller  und auch mehr Features. In der heutigen Welt ist die technische Entwicklung fast schon überholt, noch bevor man darüber einen Testbericht verfassen kann. Aber die TomTom Runner macht genau was sie soll und für mich persönlich ist das Display ein Highlight. Monochrome Darstellung und ohne Farbe kann ich  auch ohne Brille in jeder Position ablesen und alle Funktionen erkennen. Beim Handy habe ich da schon deutlich mehr Schwierigkeiten. Die einfache Einrichtung und Benutzung überzeugt sogar mich und bestätigt, dass auch weniger computer- und technikaffine Menschen schnell und einfach damit umgehen können.

 

Für wen ist sie ein brauchbares Laufutensil? Da es sich um das erste Modell der Runner handelt, ist es ein gutes Einsteigermodell. Wer nicht sofort auch Pulsmessung via Brustgurt betreiben will, liegt hier richtig. Wer Pulsdaten benötigt, muss einen Bluetooth-Brustgurt separat erwerben oder zu einem anderen Modell greifen.

Wer so ein Modell zu einem günstigen Kurs online erstehen kann, der macht besonders als Einsteiger in diesen Bereich nichts falsch. Ein gutes und hochwertiges Gerät, mit dem man genau das machen kann, wofür es gedacht ist. Läufe aufzeichnen und entsprechend synchronisieren. Ziele setzen und sich selbst motivieren. Die Batterielaufzeit ist unter Verwendung von GPS & Bluetooth mit ca. 10 Stunden angegeben. Das sollte für den Marathon ausreichen. Sie wird mir beim Marathon-Projekt sehr nützlich sein. Genau, was ich gerade brauche für das Laufexperiment. Sobald die Verletzung auskuriert ist, geht es mit einem verstärktem Trainingsplan weiter.

Navigierte Grüße

//O.F.