TOP 3 Ausrüstungstipps für Einsteiger im Radsport

Der Sommer ist da und mit ihm bei vielen auch die Erfüllung eines Vorsatzes, der vielleicht schon vor einigen Monaten – genauer gesagt: zum Jahreswechsel – gefasst wurde. Sportlicher werden. Also ab zum Fachhändler des Vertrauens und das neue Rad geordert. Doch damit ist es nicht getan.  Unsere TOP-3 Tipps für Radsport-Einstiegs-Equipment.

Top-3 Ausrüstungstipps für Radsport-Einsteiger

Gut. Definieren wir mal den Begriff Radsport für den Otto-Normalverbraucher, bevor es hier eine Equipmentliste gibt. Nicht jeder will nach dem Kauf eines sportlichen und vielleicht auch deswegen etwas teurer ausgefallenen Rades, gleich in wenigen Monaten zur Radsportelite des Landes aufsteigen. Auch die Teilnahme an einer Tour de France oder Vätternsee-Rundfahrt liegt noch in weiter ferne. Erstere wohl sowieso nicht, na ja und Vättern….

Aber mit einem gezielt gekauftem Rad, der letztlich vielleicht den Neujahrsvorsatz nach mehr Sportlichkeit erfüllen soll, ist man wenigstens schon auf dem Weg dahin, sich mehr zu bewegen, ab und an auf das Auto bewußt zu verzichten und vielleicht am Abend statt Chips und TV-Talent-Show noch mal eine kleine 30km-Runde in der Region zu drehen. Wir reden hier also nicht von Leistungssport, sondern eher von bewußtem Freizeitsport.

Das neue Rad ist nun geordert beim Fachhändler des Vertrauens der Region oder dem Versender aus dem Nirvana des Internets und steht nun also da in seiner Pracht. Man freut sich riesig über seine Anschaffung und ist bester Dinge. Doch etwas Equipment braucht man schon noch, damit aus dieser Flamme auch ein lange währendes Feuer wird, welches sogar über den Winter wärmt.

Wer sein neues Bike vom Fachhandel hat, könnte jetzt schon leicht im Vorteil sein, denn dieser hat mit Sicherheit auf die Verwendung eines Helmes und sportliche Pedale hingewiesen, sowie auf die mögliche Verwendung unterschiedlichster Pedalsysteme. Mountainbiker gelangen hier recht schnell zum Shimano SPD-System und bekommen vom und im Fachhandel auch gleich die passenden Schuhe. Besteller bei Versenderbikes wundern sich gegebenenfalls, dass das Bike gleich ohne Pedalen kommt oder mit häßlichen Hakenpedalen bestückt ist, bei denen man spätestens bei Schuhgröße 45 Probleme mit dem Einstieg bekommt. Damit sind wir auch schon beim 1. Zubehörpunkt in der Liste.

1. Pedalen – Während der Fachhandel mit Sicherheit schon optimal auf das Rad die passenden Pedale beraten, verkauft und montiert hat, wollen wir hier an dieser Stelle nur ganz kurz die Unterschiede anreißen.  Das Shimano SPD- System wird meistens für MTB, Crossbikes und Gravelbikes verwendet. Der große Vorteil dieser Klickpedale ist, dass die Schuhe auch in der Freizeit oder sogar im Job tragbar sind.  Das Shimano SPD-SL-System wird hauptsächlich am Rennrad verwendet. Die Schuhe sind fast nicht – und schon gar nicht längere Strecken-  laufbar, wenn sie nicht in den Pedalen stecken. Plattformpedale sind für viele Radtypen eine Alternative, quittieren hier einen günstigen Preis mit Abrutschgefahr und hohem Leistungsverlust, da Zugkraft nicht umgesetzt werden kann. Radschuhe, die mit den verschiedensten Systemen kombiniert werden können, bekommt man schon ab 89,-Euro.

Nun kann die Beinkraft ordentlich auf die Straße gebracht werden und die sportliche Abendrunde in der Stadt oder im Landkreis gedreht werden. Doch irgendwie fühlt es sich gerade nicht gut an. Der Sattel drückt, man Schwitzt und fühlt sich nicht richtig wohl. Richtig erkannt. Es liegt an der Kleidung. Etwas Shopping ist schon notwendig, wenn man sportlich und auch effizient fahren will. Während der Einfahrphase und im Stadtverkehr mag eine Jeans ja noch angehen, doch für Sport oder längere Touren ist das überhaupt nichts.

2. Kleidung – Wer regelmäßig fahren will, sollte auf gute Radsportkleidung ein Auge haben. Radsportler haben spezielle Kleidung. Trikots, Jacken, Helme, lange Hosen, Funktionsunterwäsche, Regenschutz, Handschuhe, etc. Die Hosen haben nicht ohne Grund Polster und Trikots auch nicht ohne Grund fast immer drei Rückentaschen. Es ist aber nicht nur Eitel Sonnenschein im Land und selbst auf unserer Sonnenreichsten Insel Usedom ist Wind und Regen.  Kleidung sollte funktionell und leicht sein. Bib-Shorts in Kurz und für morgendliche Fahrten auch gerne in lang, Trikots, eine dünne Regenjacke und natürlich ein Helm sind Pflicht. Etwas mehr Komfort bringen auch Handschuhe.  Für die kältere Jahreszeit gibt es spezielleres, doch bis dahin ist ja noch ein ganzer Sommer hin.

Mit den richtigen Pedalen, einem Helm und ordentlicher Fahrradkleidung kann das regelmäßige Training im Prinzip schon losgehen. Doch irgendwann merkt man schnell, dass man mehr braucht. Wir fassen das mal im nächsten Bereich unter Radzubehör und Anbauzeugs zusammen.

3.  Radzubehör und Anbauzeugs – Man fährt nicht mehr ohne. Schon gar nicht ohne Trinkflasche und passendem Halter. Viel trinken ist wichtig und schützt vor Dehydrierung. Dabei gibt es bereits diverse Sportgetränke, die man mitführen kann. Je nach Rahmen können 2 Flaschenhalter montiert werden. Sportflaschen gibt es in Größen von 0,5 / 0,75 und 1-Liter. Auch kleine Engery-Riegelchen können in der Trikottasche mitfahren und können ein unterzuckern durch die Anstrengungen verhindern. Ebenfalls an Bord gehört eine kleine Satteltasche. Diese sollte auf jedem Fall mit Werkzeug – ein Multitool für ein paar Euro, einem Ersatzschlauch, 2 Reifenhebern, Ersatzflicken und vielleicht einem Kettennieter nebst passendem Kettenschloß ausgerüstet sein. Selbst 10km schieben auf dem Heimweg macht barfuß, da man bekanntlich mit Cleats an Rennradschuhen nicht laufen kann, schnell Blasen an den Füßen. Das ist nicht lustig. Den Schlauch kann man im Falle einer Panne so unterwegs schnell tauschen und selbst wenn man sich viel Zeit lässt, ist man 20 Minuten später wieder auf der Straße. Zu Fuß kommt man in 20 Minuten nicht sehr weit. Den Reifenwechsel vielleicht vorher mal zu Hause üben, damit etwas Routine reinkommt. Letztlich sollte man bei einer Trainingsfahrt auf ein Utensil nicht verzichten. Einen brauchbaren Tachometer. Gut, ein Teil aus dem Supermarkt tut es auch, doch gute Geräte mit Trittfrequenzmessung und kabelloser verlegung gibt es auch schon für ca. 50 Euro und diese bringen dann den entsprechenden Mehrwert, da man schneller seinen Wohlfühlbereich definieren und ggf. auch aufzeichnen kann. Navigationsgeräte für das Rad sind das Highlight und vereinen Tachofunktion mit Herunterladbaren Strecken, dem Tourentracking und natürlich auch der Uploadfunktion in diverse Sportportale.

Zusammengefasst:

Das sollten Sie nach dem Kauf eines neuen und sportlichen Rades für Ihre Aktivitäten noch zeitnah kaufen.

1. Pedale – Systemwahl Shimano SPD / SPD-SL-System / Look Keo oder andere. Alternativ Plattform

2. Kleidung – Fahrradhelm (!!!), Radhose, Trikots, lange Jacke, Regenjacke Handschuhe, ggf. lange Radhose

3. Radzubehör und Anbauzeug – Trinkflasche, Tachometer, Werkzeugtasche

 

Weiter geht immer und schon Goethe wusste, „dass jede Erfüllung eines Wunsches die Geburt eines neuen ist.“ In diesem Sinne werden Sie auch recht schnell merken, was noch sinnvoll und gewünscht ist. Vielleicht andere Reifen, einen anderen Tacho, andere oder wechselbarere Kleidung, Winterausstattung, lange Handschuhe, Armlinge, Beinlinge oder sogar die Nachrüstung von Powermeter-Pedalen, Kurbeln, andere Kassetten am Hinterrad oder was auch immer. Der Fachhandel hat hier viele Möglichkeiten und auch die Erfahrung.