Vorgestellt: InsecT gegen Fahrradklau

Mecklenburg-Vorpommern bietet nicht nur Unmengen an Strandsand für Touristen und viele Strecken zum Radeln. Nein, von der Küste kommen auch ganz revolutionäre Ideen, welche sich unter anderem auch ums Fahrrad drehen. Wir haben Fahrradjäger aus Rostock und die (wahrscheinlich größte Innovation) gegen den Fahrradklau in ganz Deutschland gefunden: InsecT. Was dahintersteckt, erfahrt Ihr hier.

InsecT und Fahrradjäger – Das Rad als Peilsender

Gerade gestern hatten wir ja geschrieben, dass der Diebstahl von Zweirädern in MV wieder ansteigt und einige Tipps gegeben, wie man sein Rad noch besser sichern kann. Auf der Crowdfunding-Plattform startnext.com, welche wir in Kürze auch für ein Projekt benutzen werden (später dazu mehr), fanden wir die Fahrradjäger aus Rostock. Die Seite war uns bereits bekannt, doch das neueste Produkt noch nicht und mit Freude stellten wir fest, dass sie erfolgreich gecrowdet haben. Glückwunsch dazu.

Fahrradjäger ist derzeitig eine Plattform für Radfahrer, die ihr Rad dort registrieren möchten. Das geht einfach und ist kostenlos. Ein Fahrradaufkleber, ähnlich dem der Verkehrswacht bei Fahrradcodierungen, soll dann Diebe abschrecken (und tut es in der Regel auch). Ebenso kann man sein Rad markieren und mittels einem CR-Code kann ein potenzieller Gebrauchtradkäufer schnell erkennen, ob das Rad gestohlen ist, oder nicht. Doch das ist längst nicht alles.

Fahrradjaeger InsecT 400x30 in Vorgestellt: InsecT gegen FahrradklauDie Macher aus Rostock hatten noch eine viel bessere Idee, die das Rad, das Smartphone, das Web und neueste Technologien miteinander verknüpft. Herausgekommen ist InsecT. Eine kleine Box, die fest und unlösbar mit dem Rad verbunden ist und das Rad mittels App zum Peilsender macht, wenn das, via Bluetooth verbundene Smartphone nicht in der Nähe ist. Mittels der Community auf Fahrradjäger.de und den Apps der Mitglieder kann jeder sofort ein gestohlenes Rad aufspüren, den Besitzer und die Polizei kontaktieren und es gegebenenfalls auch verfolgen. So die grobe Umschreibung meinerseits. Das ganze ist sehr komplex und es steckt in dem Projekt schon einige Jahre Arbeit.

Das Video für das Crowdfunding auf Startnext zeigt schon einmal, wie das Ganz dann funktionieren soll.

Es dürfte bald deutlich schwerer werden für die Langfinger, denn wenn man in einem Cafe sitzt und das Rad sich selbst meldet, wenn sich jemand daran zu schaffen macht, kann man ziemlich schnell gleich neben dem Täter stehen und ihn sogar in die Flucht schlagen. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Macher nunmehr erfolgreich das nötige Kapital durch Crowdfunding eingesammelt haben und die App-Programmierung losgehen konnte. Fehlt wohl nur noch die Hardware, doch auch diese könnte noch in diesem Jahr Marktreife erlangen.

Das ist der Knüller schlechthin und sobald es Marktreife hat, bin ich mir schon jetzt ziemlich sicher, dass ich es auf alle wertigeren Räder im Haushalt montiere. Fakt! Nach drei Verlusten innerhalb der letzten 4 Jahre bin ich persönlich auch vom ständigen Neukauf geheilt. Die Idee ist irgendwie einfach genial und überfällig. Wobei das Gerät eigentlich auch an alte Drahtesel gehören sollte, denn die Neuanschaffung eines Rades kostet mit Sicherheit immer ein vielfaches dessen, was dieses kleine Tool später kosten wird.

Bereits auf dem Markt erhältliche Alarmanlagen für Fahrräder taugen nicht wirklich was. Viele lassen von der Geräuschentwicklung stark zu Wünschen übrig und lassen sich durch den bloßen Zugriff mit der Hand fast Stummschalten oder noch leichter demontieren. Diese Version von den Machern aus Rostock hat nicht nur was innovatives, sondern auch was revolutionäres.

Denn letztlich gilt ja immer noch: Dein Rad soll auch Dein Rad bleiben und zusammen sind wir Radfahrer, eine enorm große Community, die einem bei der Suche nach einem verschwundenen Rad noch am besten helfen kann.

In diesem Sinne:

Grüße nach Rostock und wir bleiben am Ball (bzw. am Sattel)